Grundlagen
 

Grundlagen unserer Arbeit bei "Care"
(Identität und Sexualität)



 

Theoretisch fundiert



Bei der Arbeit an Identitäts- und Partnerschaftsfragen von Frauen und Männern folgen wir der neueren Frauen- und Männerforschung, welche die je unterschiedliche Natur (Interpretation, Charakter- Schwerpunkte, Biologie und Empfinden) sowie die unterschiedliche Problemdynamik der beiden Geschlechter betont. Wir haben auf der Grundlage dieser Theorien, die sich u.a. auf Carol Gilligan, Nancy Chodorow, Ruthellen Josselson, Holger Brandes, Herrmann Bullinger beziehen, festgestellt, dass Frauen und Männer einen anderen Problembezugsrahmen haben, der in der Beratung von Identitätsfragen und Partnerschaftsproblemen ein differenziertes Herangehen nötig macht. Menschen, die ihre sexuelle Orientierung konflikthaft empfinden fragen, ob sie in ihrem sexuellen Empfinden festgelegt sind oder sich verändern können? Auf dem Hintergrund der sexualwissenschaftlichen Theorien, wie sie von Robert Stoller, Eberhard Schorsch, Friedemann Pfäfflin oder Gunter Schmidt in die derzeitige Diskussion eingebracht werden, sehen wir die Sexualität als einen Erlebensbereich des Menschen, in dem durchaus nichtsexuelle, lebensgeschichtlich verwurzelte Motive inszeniert werden können. So benutzen manche Menschen die Sexualität zur Stabilisierung von Fragen im Bereich ihres Frau- und Mannseins und zur Lösung von Konflikten, die ihnen jenseits sexueller Inszenierungen nicht lösbar erscheinen. Wir können für den Einzelnen nicht entscheiden, ob er in seiner Sexualität einen ungelösten, tiefliegenden Konflikt austrägt oder nicht. Wir wollen den Ratsuchenden auf der Grundlage des angedeuteten Theoriekomplexes daher einen Schutzraum anbieten, damit er dies in sich spüren kann. Nur auf der Grundlage dessen was dem eigenen Denken und Fühlen zugänglich ist, kann der Einzelne für sich entscheiden, ob es im Bereich seiner Sexualität Fragen gibt, an denen er arbeiten möchte oder nicht. Auf den hier grob skizzierten Grundlagen haben wir ein multimodales Beratungskonzept entwickelt, das wir im Licht neuerer Erkenntnisse ständig überprüfen und weiterentwickeln.


 

Unser eigener Prozess



Als Berater gehen wir davon aus, dass wir den Menschen nur dann gerecht werden können, wenn wir selbst im Prozess ständiger Veränderung sind. Dies betrifft unser persönliches Leben genauso, wie die theoretischen und methodischen Grundlagen unseres Arbeitens. Wir wollen bezeugen, dass ein erfülltes Leben nicht erst dann eintritt, wenn wir alle Probleme gelöst haben. Der Mensch ist so lange er lebt ein Fragender und Suchender. Was über seine Reife entscheidet ist die Kompetenz, mit der er seine Probleme angeht. In diesen Problemlösungskompetenzen zu wachsen, ist für uns als Berater ein wichtiger Auftrag.

© Copyright 2016 by KommCare
kindersicherung
salfeld_logo
KommCare empfiehlt:
original-5762-10438755 klein
DSC05454-2